Mittwoch, 20. November 2024

Fiese Opposition


Liebe Leserinnen und Leser,

 

können Sie sich noch an den Begriff krakeelen erinnern? Das hat man uns früher immer als Kinder vorgehalten, wenn wir zu laut waren oder uns stritten – wir sollten aufhören zu krakeelen.

So etwas könnte man derzeit auch der SPD zurufen, die mal wieder dabei ist, sich öffentlich selbst zu zerlegen. Es geht natürlich um die Frage, wer denn als Kanzlerkandidat den Zug voll vor die … äääähhhh, natürlich wer die Partei zum strahlenden Sieg bei der Bundestagswahl in knapp drei Monaten führen wird. Derzeit meldet sich gefühlt jedes SPD-Mitglied lautstark mit seiner Meinung zu Wort, dass es nur so eine Freude ist, diesem Schauspiel zuzuschauen. Wo ist eigentlich mein Popcorn?

Eigentlich soll die Kanzlerschaft ja nach dem Willen der meisten Parteioberen Olaf Scholz, der Schlumpfgrinser aus Hamburg für weitere vier Jahre übernehmen. War ja auch bisher sehr erfolgreich, der putzige Cum-Ex-Fetischist mit den gelegentlichen Gedächtnisaussetzern, wenn es um Treffen mit bestimmten kriminellen Bänkern geht. Gut, der Mann hat versucht, eine Koalition mit der FDP zu leiten – ebenso kannst du probieren, einen tibetischen Yak-Hirten unter den Tisch zu saufen. Das funktioniert halt nicht.

Auf der anderen Seite der öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht steht seine äußerste Beliebtheit, Boris der I. Pistorius, der seit Monaten die Bravo-Hitliste der Politiker in den Umfragen anführt und so zum feuchten Traum aller Sozis geworden ist, die tatsächlich noch an einen Wahlsieg glauben. Der knuddelige kleine Verteidigungsfuzzi mit der leuchtenden Glühweinnase dementiert zwar dauernd so glaubhaft wie ein auf frischer Tat ertappter Einbrecher, aber noch sind die Messen dazu nicht gesungen.

Jetzt hat der Meckerator auch seine persönliche Meinung zu den Erfolgsaussichten der beiden Kandidaten, aber damit hält er sich zurück, denn es hat 1. keine Relevanz und 2. ist es scheinbar sinnlos, der SPD einen guten Rat zu geben. Der würde nämlich so lauten, dass man solche Diskussionen zunächst intern mit allen Beteiligten führt und dann möglichst eine gemeinsame Position nach außen zu tragen. Dabei können natürlich gern auch die Fetzen fliegen – aber wie gesagt, intern statt den potenziellen Wählerinnen und Wählern tausend Gründe zu geben, eben nicht diese zerstrittene Partei zu wählen.

Fazit: wenn du Sozialdemokrat bist und so richtig auf fiese Opposition stehst, tritt am besten in die SPD ein.

 

Herzlichst

Ihr Meckerator

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