Samstag, 21. Dezember 2024

Halt die Fresse, Elon


Liebe Leserinnen und Leser,

finden Sie die Bilder von den beiden Trümmer-Twins der US-amerikanischen Politik auch so putzig? Ich meine natürlich Donald und Elon. Die kommen mir derzeit vor wie Ernie und Bert – nur halt in scheiße.

Musk ist ja bei Trump in Florida eingezogen, wie man so hört und liest. Der ist wie der unbeliebte Cousin aus Bitterfeld (nichts gegen Bitterfeld als solches), der über die Feiertage vorbeikommt und dann nicht mehr aus dem Haus verschwindet. Aber trotzdem scheint es ja eine wirkliche Männerliebe zwischen ihnen zu sein.

Derzeit sieht man Musk ja immer mit Sonnenbrille und schwarzer Lederjacke a la‘ Terminator, nur merkt man ihm dabei deutlich an, dass wohl so einige Schaltkreise schon durchgeschmort sind. Und genau deshalb äußert er sich öfter zu allen möglichen Themen, für die er keinerlei Kompetenz besitzt. Aber das ist ja die Grundvoraussetzung für ein Amt im künftigen Kabinett der sprechenden Karotte mit Fuchsschwanz auf dem Kopf. Die AfD sieht er als Partei, die „als einzige Deutschland retten“ könne, wie er auf seinem asozialen Portal für furchtbar Gestörte namens „X“ jüngst herausposaunte.

Er könne keine radikalen oder extremen Positionen bei der AfD erkennen, ließ er zudem verlautbaren. Klar, wenn die eigene Agenda in einer Mischung aus faschistischen Elementen, gepaart mit egoistischen Wirtschaftszielen für die eigene Tasche besteht, kommt einem das Programm von Alice und den blauen Hass-Schlümpfen natürlich vollkommen harmlos vor.

Neben seinem Job als kommender Zerstörer der letzten noch funktionierenden staatlichen Instanzen in den USA macht er es sich also zur Aufgabe, sich in den Wahlkampf in Deutschland einzumischen – und zwar in der Hoffnung, dass es hier zu ähnlichem politischem Chaos kommt und die Rechtspopulisten und Demagogen die Mehrheit gewinnen.

Ich frage mich dabei gerade, wie sich eigentlich all die Tesla-Fahrerinnen und Fahrer fühlen, die sich diese in Hipster-Kreisen beliebten Fahrzeuge aufgrund von Innovation und ökologischen Gründen mal gekauft haben? Was denken wohl all diejenigen, die so gern ein Selfie mit dem „Elon“ gemacht haben, wenn sie diesen durchgeknallten Egomanen und sein Herrchen in ihrer „Zeugen Adolfs-Pose“ sehen? „Guten Tag, wir möchten mit ihnen über die Zerstörung der Demokratie reden…“, sagen sie bestimmt gleich an der Haustür. Man möchte nur noch weglaufen.

Aber was rege ich mich eigentlich schon wieder so auf? Als Meckerator habe ich nur eine Antwort auf diesen Typen und seinen verbalen Politmüll: Halt einfach deine Fresse, Elon!  

Herzlichst

Ihr Meckerator  

Sonntag, 8. Dezember 2024

Weg von der Straße, hin zu den Pommes


Liebe Leserinnen und Leser,

wissen Sie eigentlich, was es für ein Gefühl sein muss, auf die Straße gesetzt zu werden? Nein? Na dann fragen Sie doch einfach mal den Ex-Finanzminister, den Christian. Der kann es ihnen erzählen – macht er übrigens auch derzeit andauernd überall dort, wo man ihn gar nicht danach fragt.

Er sei schließlich „nicht auf die Straße gesetzt worden und habe sich verhöhnen lassen, nur weil er sich so heldenhaft für die Schuldenbremse eingesetzt habe, um diese jetzt aufzuweichen“, ist eines seiner aufgesetzten Mantras. „Faustgroße Hagelkörner“ würden nun auf ihn herabfallen, weil er die Verantwortung für das in der FDP … ähäm … aufgetauchte sogenannte D-Day-Papier übernähme. Deshalb mussten übrigens auch zwei andere FDP-Politiker zurücktreten, weil er die Verantwortung … aber lassen wir das.

Jetzt sitzt der ehemals strahlende und in so coolen Schwarzweißbildern abgebildete Bundesminister also im absoluten Elend. Auf seine  bekannte berufliche Situation hat er übrigens auch bei einer Spendengala zu Gunsten der Aktion „Ein Herz für Kinder“ hingewiesen und sich trotzdem noch zu einer Summe von 2000 Euro hinreißen lassen, der edle Mensch, der. Fußballprofi Toni Kroos hat übrigens 100.000 Euro locker gemacht. Aber der kann es sich ja leisten, während der arme Christian jetzt von der Hand in den Mund lebt. Es ist ja so furchtbar und rührt zu Tränen. Lasst uns einen Disney-Film daraus machen, Weihnachten steht vor der Tür.  

Doch nun Mitleid für einen Augenblick beiseite, liebe Leserinnen und Leser. Lassen Sie uns einen Blick auf seine berufliche Zukunft und seine Möglichkeiten im Rahmen der 5%-Hürde bei der nächsten Bundestagswahl werfen. Schließlich wird „Lindi“ derzeit vom Staat ausgehalten – etwa so, wie beim Bürgergeld. Er bekommt noch über 11.000 Euro im Monat Abgeordneten-„Diät“. Das kann natürlich nicht für alle Ewigkeiten so weitergehen. Nicht dass damit falsche Anreize gesetzt werden. Es muss also einen Anlass für ihn geben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Das waren ja schließlich immer auch seine eigenen Ideen für die Bezieher von Sozialleistungen.

Kürzen wir ihm die Mittel doch mal um 30 Prozent, wenn er nicht bereit ist – sagen wir mal – die Pommes bei McDonald im heißen Fett zu wenden. Hat ja schließlich Söder auch schon gemacht … und Donald Trump ebenfalls. Wenn das keine Vorbilder sind. Die Qualifikation dazu hat er allemal. Viel heißes Fett für wenig Nahrhaftes erhitzen, das kann er politisch gesehen hervorragend. Und wenn er sich weigert, dann wird halt weitergekürzt – gern auch bis zu 100% der Leistungen. Das fand er bisher ja auch angebracht bei den ganzen faulen Arbeitslosen.  

Also Christian, raus aus dem Elend und ran an die Pommes. Du kannst dich bestimmt bis zu den Burgerbuletten hocharbeiten. Das mit dem Mitregieren wird in der nächsten Zeit sicher nichts mehr.

 

Herzlichst

Ihr Meckerator      

Mittwoch, 20. November 2024

Fiese Opposition


Liebe Leserinnen und Leser,

 

können Sie sich noch an den Begriff krakeelen erinnern? Das hat man uns früher immer als Kinder vorgehalten, wenn wir zu laut waren oder uns stritten – wir sollten aufhören zu krakeelen.

So etwas könnte man derzeit auch der SPD zurufen, die mal wieder dabei ist, sich öffentlich selbst zu zerlegen. Es geht natürlich um die Frage, wer denn als Kanzlerkandidat den Zug voll vor die … äääähhhh, natürlich wer die Partei zum strahlenden Sieg bei der Bundestagswahl in knapp drei Monaten führen wird. Derzeit meldet sich gefühlt jedes SPD-Mitglied lautstark mit seiner Meinung zu Wort, dass es nur so eine Freude ist, diesem Schauspiel zuzuschauen. Wo ist eigentlich mein Popcorn?

Eigentlich soll die Kanzlerschaft ja nach dem Willen der meisten Parteioberen Olaf Scholz, der Schlumpfgrinser aus Hamburg für weitere vier Jahre übernehmen. War ja auch bisher sehr erfolgreich, der putzige Cum-Ex-Fetischist mit den gelegentlichen Gedächtnisaussetzern, wenn es um Treffen mit bestimmten kriminellen Bänkern geht. Gut, der Mann hat versucht, eine Koalition mit der FDP zu leiten – ebenso kannst du probieren, einen tibetischen Yak-Hirten unter den Tisch zu saufen. Das funktioniert halt nicht.

Auf der anderen Seite der öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht steht seine äußerste Beliebtheit, Boris der I. Pistorius, der seit Monaten die Bravo-Hitliste der Politiker in den Umfragen anführt und so zum feuchten Traum aller Sozis geworden ist, die tatsächlich noch an einen Wahlsieg glauben. Der knuddelige kleine Verteidigungsfuzzi mit der leuchtenden Glühweinnase dementiert zwar dauernd so glaubhaft wie ein auf frischer Tat ertappter Einbrecher, aber noch sind die Messen dazu nicht gesungen.

Jetzt hat der Meckerator auch seine persönliche Meinung zu den Erfolgsaussichten der beiden Kandidaten, aber damit hält er sich zurück, denn es hat 1. keine Relevanz und 2. ist es scheinbar sinnlos, der SPD einen guten Rat zu geben. Der würde nämlich so lauten, dass man solche Diskussionen zunächst intern mit allen Beteiligten führt und dann möglichst eine gemeinsame Position nach außen zu tragen. Dabei können natürlich gern auch die Fetzen fliegen – aber wie gesagt, intern statt den potenziellen Wählerinnen und Wählern tausend Gründe zu geben, eben nicht diese zerstrittene Partei zu wählen.

Fazit: wenn du Sozialdemokrat bist und so richtig auf fiese Opposition stehst, tritt am besten in die SPD ein.

 

Herzlichst

Ihr Meckerator

Freitag, 8. November 2024

Fröhliches Ende

 


Liebe Leserinnen und Leser,

 

haben Sie sich auch die Augen gerieben, als es durch die Medien ging, dass der Kanzler seinen Finanzminister Christian Lindner gefeuert hat? Die Ampelmännchen konnten sich am Ende doch nicht mehr zusammenraufen und zerlegen sich jetzt lieber öffentlich gegenseitig weiter. Hurra, der Wahlkampf hat begonnen.

Meine erste Frage zu diesen Ereignissen: bekommt der Porsche-Chris jetzt Arbeitslosengeld, nachdem er rausgeschmissen wurde? Zu wünschen wäre es ihm ja mal, um es gehässig zu sagen. So ein Jahr lang mit Arbeitslosen- oder Bürgergeld auskommen – am besten mit der von ihm angeregten Pauschale fürs Wohnen, dann könnte er sich aussuchen, wo er wohnt oder wie er heizt. Waren ja seine Worte, als es um das mögliche Sparen bei dieser Sozialleistung ging. Jetzt liegt der Edel-Arbeitslose dem Staat auf der Tasche. Zwar eben nicht durch Bürgergeld, aber die Abgeordnetenbezüge zahlen wir als Gesellschaft ja bekanntlich auch in Form von Steuern. Fraglich, ob diese gescheiterte Existenz dem Arbeitsmarkt jemals nochmal zur Verfügung steht …, besser wahrscheinlich nicht!

Und dann wäre da noch die Opposition, die es gar nicht mehr abwarten kann, dass Scholz nun endlich die Vertrauensfrage stellt, damit es Neuwahlen gibt. Genauso die entsprechenden Medien, die es seit Monaten herbeigeschrieben haben, dass die Ampel doch scheitern möge. Man hört die Sektkorken immer noch knallen. Die Frage an alle ist nur: welche Konstellation es denn in Zukunft sein darf, die den riesigen Haufen an Problemen bearbeiten und letztlich auch lösen soll, der so ansteht?

Meine Befürchtung ist ja die relativ wahrscheinlichste Variante, dass der alte Fritze Merz nach unzähligen Anläufen in drei Jahrzehnten doch endlich Bundeskanzler wird. Ein finanzmarktaffiner politischer Widergänger aus den 1980er Jahren als Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit – na danke für das Gespräch. Und den dann noch im Doppelpack mit seinem Generalsekretär Carsten Linnemann, dem sprechenden Kassengestell mit stechendem Blick. Sollen etwa Opa Kohls uralte Rezepte wieder aus der Mottenkiste geholt werden, um die ganzen Krisen der Spaltung unserer Gesellschaft, der lahmenden Wirtschaft, der aktuellen Kriege und der Zunahme von halb- oder vollirren Despoten auf der ganzen Welt zu bewältigen? Als Meckerator kann ich dazu nur anmerken: viel Spaß dabei.

Ich sehe schon, wie die Kürzung der Sozialleistungen dazu führt, dass die Wirtschaft wieder blüht, weil dadurch Aufträge in Masse bei der Industrie reinkommen. Oder wie die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 dafür sorgt, dass der Fachkräftemangel sich in Luft auflöst, weil die Betriebe dadurch lieber weniger Ausbildungsplätze anbieten. Steuererleichterungen für Reiche werden zudem dazu führen, dass die gesellschaftliche Spaltung endlich behoben wird und durch die Einschränkung des Asylrechtes wird es auch automatisch weniger Menschen auf der Flucht geben, ist ja logisch. Umweltkatastrophen mit Überflutungen wie im Ahrtal, in Bayern oder jüngst in Valencia lassen sich bestimmt durch das Aufheben des Verbrenner-Aus in 2035 aufhalten und die gute alte Atomkraft mit ihren Segnungen werden uns eine strahlende Zukunft bescheren.

Ne, liebe Leserinnen und Leser. Mit diesem kleingeistigen politischen Gewurschtel der letzten dreißig Jahre – egal in welcher Konstellation – werden wir wohl aus der Nummer so nicht rauskommen. Allein …, als Meckerator fürchte ich, dass es nach der nächsten Wahl genauso bescheuert weitergeht, wie bisher. Fröhliches Ende.

 

Herzlichst

Ihr Meckerator