Liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie, was Satire darf? Richtig, sie darf absolut alles. Damit hat Kurt Tucholsky vollkommen recht gehabt. Satire ist das Herzstück der Meinungsfreiheit und hat schon im recht finsteren Mittelalter mit klug und mutig bis gewagt arrangierten Stücken der Narren für die Belustigung (und den Widerstand) des Volkes gegen die Herrschenden gesorgt. Und genau deshalb hat sie es nicht verdient, mit lächerlichen Politpossen verwechselt zu werden, wie sie uns derzeit wieder mal als Kostprobe zur allgemeinen Ablenkung serviert wird.
Worum geht es? Natürlich um das sogenannte Schmähgedicht eines mäßig talentierten Vollpfostens, der notfalls auch als Laternenmast arbeiten könnte und in seiner zum Gähnen langweiligen Late-Night-Show besagtes Gedicht über einen noch viel weniger talentierten Doppelvollpfosten, mit allerdings reichlich Machtgeilheit und Skrupellosigkeit ausgestattet, vom Stapel gelassen hat. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in welcher der so beleidigte Möchtegernsultan der EU in einem mehr als fragwürdigen Deal die Flüchtlinge vom Hals halten soll, weil die anderen machtgeilen Pappnasen in Regierungs(un)verantwortung nicht willens und in der Lage sind, gemeinsam humane Entscheidungen zu Gunsten von Menschen in Not zu treffen.
Prompt reagiert der kleine, dicke Sultan – wie vom bleichen Laternenmast erhofft – öffentlich höchst beleidigt und erstattet sogar Strafanzeige gegen den vermeintlichen Satiriker, was dem endlich die gewünschte Aufmerksamkeit und somit auch demnächst wahrscheinlich recht ertragreiche Verträge beim Sender, und ich befürchte, auch über ein Buch oder Ähnliches, beschert. Nicht dass ich es dem Fernsehkasper Böhmermann in irgendeiner Form neide, aus der Sache Kapital zu schlagen. Aber spätestens dann, wenn bestimmte Leute anfangen, dich zu loben, sollten sämtliche innere Alarmglocken anfangen zu schrillen, wenn du noch den Hauch von Selbstachtung und Stil besitzt.
Diese Situation ist dann erreicht, wenn der Chef von Deutschlands erfolgreichstem Fischeinwickelpapier „Bild“, Mathias Döfner, auf einer Schleimspur daher gerutscht kommt und sich mit den Worten anbiedert, dass er doch bei dem Gedicht „laut gelacht habe“ und er dann mit all seiner intellektuellen Geisteskraft erkennt, dass es wohl Sinn des Gedichtes sei – wenn er es richtig verstanden hätte – dass es „geschmacklos, primitiv und beleidigend“ sein solle. Angesichts dieser wirklich erstaunlich weisen Erkenntnis des Journalisten wird mir augenblicklich klar, wie so manche Schlagzeilen in dem Schmierblättchen entstehen.
Ich frage mich jedoch, wie die Springerpresse wohl reagiert hätte, wäre das „Opfer“ des Gedichtes kein türkischer Präsident sondern die heißgeliebte und noch immer hofierte Kanzlerin gewesen? Dann hätte man von Seiten Bild & Co. aber moralinsauer mit allen Kanonen auf den Spatz Böhmermann geschossen und es wäre wieder mal klargeworden, wie sich Meinungsfreiheit in diesem Land definiert. Ist aber zum Glück nicht passiert, denn er hat ja den „Richtigen“ beleidigt.
Ins gleiche Raster der Heuchelprofis fallen die ganzen formalempörten Aussagen jener Politiker, die Erdogan Demokratie beibringen wollen, aber eben noch Griechenland für seine Volksabstimmungen zum Thema Sparkurs heftig kritisiert hatten und sich z.B. über die angeblich obszöne Geste des ehemaligen Finanzministers Varoufakis aufregten – übrigens auch eine Inszenierung von Böhmermann; zumindest behauptet er das. Da passt der Spruch vom Glashaus und den Steinen wieder mal wie der Arsch auf den Eimer.
Ganz schlimm aber wird es, wenn dann zu allem Übel auch noch Dieter Hallervorden, der inzwischen senile Weltmeister im Unterbieten von Humor-Niveau (Palim Palim), mit einem Lied aufwartet, in dem er förmlich um Beachtung bettelt und Erdogan auffordert, ihn doch auch zu verklagen. Der ergraute Fratzenaugust der Nation, der seit ungefähr 20 Jahren tatsächlich glaubt, politisches Kabarett zu machen, versucht mittlerweile auf jeden Zug aufzuspringen, dem er noch irgendwie hinterherlaufen kann – und da kommt dieser aktuelle Pseudoskandal gerade recht. „Ich sing einfach was du bist – ein Terrorist“, trällert Hallervorden in gewohnt platter Manier über Erdogan und hofft dabei, dass er möglichst schnell vom türkischen Despoten bemerkt und ebenfalls verklagt wird, damit er sich dann für den kurzen Moment der Verfallszeit medialen Öffentlichkeitsinteresses als Verfechter der freien Meinungsäußerung im Scheinwerferlicht sonnen kann – was für eine erbärmliche Vorstellung.
Der Meckerator meint: Satire darf alles – Selbstdarstellung und Heuchelei sollten lieber die Fresse halten!
Herzlichst
Ihr Meckerator
Mittwoch, 13. April 2016
Montag, 1. Februar 2016
Flügel stutzen
Liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie eigentlich, was ein Storch ist? Genauer gesagt, ein „von Storch“? Nein, ich meine nicht den Vogel, der mit seinen langen Stelzen durch das feuchte Gras stelzt und Frösche fängt. Ich meine eher eine schräge Vögelin, die mit kurzem Intellekt durch braunen Sumpf watet und dort nach Ratten sucht ..., die ihr möglichst nachlaufen sollen.
Ein „von Storch“ ist somit die Maßeinheit zwischen zwei Schritten im Milieu rechtsextremer und faschistischer Äußerungen, um eine entsprechende Anhängerschaft zu generieren. Dabei muss man nicht besonders intelligent sein oder gar einen akademischen Abschluss erzielt haben, um diese Maßeinheit zu nutzen. Man muss nur reichlich und genügend politisches Kalkül und vor allem den vollkommenen Verlust jeglicher Scham, jeden Wertegefühls und jeder Humanität zu Gunsten einer (eingebildeten) politischen Karriere vorweisen können.
Solche „Vorzüge“ und Eigenschaften hat jedoch die Namensgeberin der oben angesprochenen Maßeinheit trotz akademischen Titels vorzuweisen. Beatrix von Storch, ihres Zeichens deutlich sichtbares Mitglied der europäischen Inzuchtelite, die man früher als Adel bezeichnete, hat sozusagen den Vogel abgeschossen. Leider nicht sich selbst sondern im übertragenen Sinn mit ihren Äußerungen über Waffeneinsätze von Grenzschützern, welche diese doch „im Notfall“ gegen Flüchtlinge einsetzen könnten. Damit möchten ihre herzogliche Hoheit in die gleiche Kerbe schlagen, wie Frauke Petry, die Bundesvorsitzende jener Ansammlung von menschenverachtenden Humanitätsversagern AfD, die man neuerdings als Partei bezeichnet.
Ob sie denn wirklich auf Frauen und Kinder schießen lassen wollte, fragte im sozialen Netzwerk Twitter ein Kritiker die Störchin, die auch noch als Rechtsanwältin tätig ist und bei ihrer Ausbildung im Fach Rechtsstaatlichkeit (wenn es das denn im Jurastudium gibt) offensichtlich mehrere Semester gefehlt zu haben scheint. „Ja“ lautet ihre knappe und entlarvende Antwort. Später, nachdem sie aufgrund der zahlreichen Proteste bemerkte, dass sie wohl doch etwas zu sehr das eigene Gedankengut nach außen getragen hatte, relativierte sie sich zum Glück und die „Vernunft“ kehrte in Form einer an dummdreister Peinlichkeit mit allerhöchstem Fremdschämpotenzial nicht mehr zu überbietenden Erklärung zurück.
Sie hätte mit ihrem „ja“ natürlich nicht gemeint, dass man auf Kinder schießen solle – nur auf Frauen. Na das ist ja beruhigend. Ich war noch nie so froh, ein Mann zu sein, wie in diesem Moment. Und für alle, die sich angesichts dieser Zitate nur noch verwundert die Augen reiben, möchte ich als Meckerator noch einmal kurz zusammenfassen:
Eine in der Bundesrepublik Deutschland ausgebildete Rechtsanwältin, von der man eigentlich annehmen müsste, dass sie auf dem festen Grund des Grundgesetzes und des Rechtsstaates steht, stellt mal eben so in aller Öffentlichkeit fest, dass gezielte Schüsse auf Menschen in Not eine Option seien, nur um diese Menschen daran zu hindern – aus welchen Gründen auch immer – in dieses Land zu kommen. Dabei nimmt sie ausdrücklich Frauen nicht aus. Eine Angehörige jener „Partei“ also, die eben noch am lautesten herumkrakelte und angesichts der Vorfälle in der Silvesternacht in Köln die fehlenden Frauenrechte im Land beklagte.
Ah, ich verstehe: Es geht natürlich nur um blonde deutsche Frauen, nicht um diese Unterm ..., diese dahergelaufenen Flüchtlingsfrauen. Da kommt doch der seit Jahrzehnten zunächst heimlich gepflegte und nun gesellschaftsfähig gewordene Rassismus zum tragen, den sich Hoheit dank ihrer durchlauchtetsten Hochwohlgeborenheit anzueignen geruhte.
Boah ..., was für ein Pack kommt da noch so alles zum Vorschein in dieser ehemals zwangsneoliberalen Trümmertruppe, die immer weiter nach Rechts abdriftet und offenbar zum Sammelbecken der furchtbar Gestörten dieses Landes mutiert, auch wenn es zuvor schon kein Genuss war, sich Bernd Lucke, Hans Olaf Henkel und Konsorten anzuschauen, die dort am Anfang des politischen Grauens das Sagen hatten.
Die Frage bleibt nun nur noch, was die Konsequenzen dieser aus meiner Sicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllenden Twitter-Keiferei sind? Der Meckerator meint: diesem Storch gehören die Flügel gestutzt!
Herzlichst
Ihr Meckerator
wissen Sie eigentlich, was ein Storch ist? Genauer gesagt, ein „von Storch“? Nein, ich meine nicht den Vogel, der mit seinen langen Stelzen durch das feuchte Gras stelzt und Frösche fängt. Ich meine eher eine schräge Vögelin, die mit kurzem Intellekt durch braunen Sumpf watet und dort nach Ratten sucht ..., die ihr möglichst nachlaufen sollen.
Ein „von Storch“ ist somit die Maßeinheit zwischen zwei Schritten im Milieu rechtsextremer und faschistischer Äußerungen, um eine entsprechende Anhängerschaft zu generieren. Dabei muss man nicht besonders intelligent sein oder gar einen akademischen Abschluss erzielt haben, um diese Maßeinheit zu nutzen. Man muss nur reichlich und genügend politisches Kalkül und vor allem den vollkommenen Verlust jeglicher Scham, jeden Wertegefühls und jeder Humanität zu Gunsten einer (eingebildeten) politischen Karriere vorweisen können.
Solche „Vorzüge“ und Eigenschaften hat jedoch die Namensgeberin der oben angesprochenen Maßeinheit trotz akademischen Titels vorzuweisen. Beatrix von Storch, ihres Zeichens deutlich sichtbares Mitglied der europäischen Inzuchtelite, die man früher als Adel bezeichnete, hat sozusagen den Vogel abgeschossen. Leider nicht sich selbst sondern im übertragenen Sinn mit ihren Äußerungen über Waffeneinsätze von Grenzschützern, welche diese doch „im Notfall“ gegen Flüchtlinge einsetzen könnten. Damit möchten ihre herzogliche Hoheit in die gleiche Kerbe schlagen, wie Frauke Petry, die Bundesvorsitzende jener Ansammlung von menschenverachtenden Humanitätsversagern AfD, die man neuerdings als Partei bezeichnet.
Ob sie denn wirklich auf Frauen und Kinder schießen lassen wollte, fragte im sozialen Netzwerk Twitter ein Kritiker die Störchin, die auch noch als Rechtsanwältin tätig ist und bei ihrer Ausbildung im Fach Rechtsstaatlichkeit (wenn es das denn im Jurastudium gibt) offensichtlich mehrere Semester gefehlt zu haben scheint. „Ja“ lautet ihre knappe und entlarvende Antwort. Später, nachdem sie aufgrund der zahlreichen Proteste bemerkte, dass sie wohl doch etwas zu sehr das eigene Gedankengut nach außen getragen hatte, relativierte sie sich zum Glück und die „Vernunft“ kehrte in Form einer an dummdreister Peinlichkeit mit allerhöchstem Fremdschämpotenzial nicht mehr zu überbietenden Erklärung zurück.
Sie hätte mit ihrem „ja“ natürlich nicht gemeint, dass man auf Kinder schießen solle – nur auf Frauen. Na das ist ja beruhigend. Ich war noch nie so froh, ein Mann zu sein, wie in diesem Moment. Und für alle, die sich angesichts dieser Zitate nur noch verwundert die Augen reiben, möchte ich als Meckerator noch einmal kurz zusammenfassen:
Eine in der Bundesrepublik Deutschland ausgebildete Rechtsanwältin, von der man eigentlich annehmen müsste, dass sie auf dem festen Grund des Grundgesetzes und des Rechtsstaates steht, stellt mal eben so in aller Öffentlichkeit fest, dass gezielte Schüsse auf Menschen in Not eine Option seien, nur um diese Menschen daran zu hindern – aus welchen Gründen auch immer – in dieses Land zu kommen. Dabei nimmt sie ausdrücklich Frauen nicht aus. Eine Angehörige jener „Partei“ also, die eben noch am lautesten herumkrakelte und angesichts der Vorfälle in der Silvesternacht in Köln die fehlenden Frauenrechte im Land beklagte.
Ah, ich verstehe: Es geht natürlich nur um blonde deutsche Frauen, nicht um diese Unterm ..., diese dahergelaufenen Flüchtlingsfrauen. Da kommt doch der seit Jahrzehnten zunächst heimlich gepflegte und nun gesellschaftsfähig gewordene Rassismus zum tragen, den sich Hoheit dank ihrer durchlauchtetsten Hochwohlgeborenheit anzueignen geruhte.
Boah ..., was für ein Pack kommt da noch so alles zum Vorschein in dieser ehemals zwangsneoliberalen Trümmertruppe, die immer weiter nach Rechts abdriftet und offenbar zum Sammelbecken der furchtbar Gestörten dieses Landes mutiert, auch wenn es zuvor schon kein Genuss war, sich Bernd Lucke, Hans Olaf Henkel und Konsorten anzuschauen, die dort am Anfang des politischen Grauens das Sagen hatten.
Die Frage bleibt nun nur noch, was die Konsequenzen dieser aus meiner Sicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllenden Twitter-Keiferei sind? Der Meckerator meint: diesem Storch gehören die Flügel gestutzt!
Herzlichst
Ihr Meckerator
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Auf die Hohlköpfe
Liebe Leserinnen und Leser,
lieben Sie Jahresrückblicke auch so sehr, wie ich? Wenn man auf das nun vergangene 2015 zurückschaut, dann kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass es ein Jahr der Extreme und vor allem leider auch der Extremisten gewesen ist. Extremismus – das weiß man ja – ist die Abwesenheit von menschlicher Vernunft und Humanismus. Und dieser Extremismus existiert in verschiednen Formen und Abstufungen und macht uns als Gesellschaft oft genug das Leben schwerer, als es eigentlich notwendig wäre.
Es wird also wieder Zeit, dass der Meckerator zubeißt und sich die Extremisten vornimmt. Ich möchte das stellvertretend an zwei ausgesuchten Exemplaren tun, die nicht irgendwo im nahen Osten als Terrororganisation ihr Unwesen treiben, sondern hierzulande leben und mehr oder weniger im öffentlichen Leben verankert sind. Zwei Hohlköpfe, auf die ich als Freizeit-Drummer guten Gewissens einschlagen kann, weil das immer so schöne Töne erzeugt. Doch hören Sie selbst:
Der eine ist Horst Seehofer, seines Zeichens Ministerpräsident Bayerns und Vorsitzender der politischen Randgruppe CSU. Unter seiner Verantwortung zeichnet sich diese Partei in der letzten Zeit wieder vermehrt durch eben extrem rechte und deshalb undemokratische Forderungen in Bezug auf die Asylpolitik aus. „Nur wer einen gültigen Ausweis hat, darf noch in dieses Land hinein“ und „ohne Deutschkurse weniger Sozialleistungen für die Asylbewerber“. Solche und ähnliche Äußerungen – vom bajuwarischen Trachtenmullah ausgereiert – speisen die Schlagzeilen der Presse. Überhaupt gilt ja noch immer in der CSU: „Wer betrügt, der fliegt“ und „wer sich nicht der deutschen Leitkultur unterwirft, der hat hier nichts zu suchen“. Ich weiß wirklich nicht, weshalb sich diese lokale, von jeglichem Sachverstand unabhängige Splittergruppe, die noch nicht einmal von fünf Prozent der wahlberechtigten Deutschen gewählt wird, ständig in die Bundespolitik einmischt. Der Südschleswigsche Wählerverband der dänischen Minderheit stellt sich doch auch nicht so an.
Doch betrachten wir diese Partei und ihre Führung für einen Augenblick mal unter der Lupe der jüngsten Geschichte. Die CSU war in den vergangenen fünf Jahren verstrickt in die undurchsichtigen Steuertricksereien ihrer Hauptklientel, bei denen Uli Hoeneß als Bauernopfer hinter (für ihn sehr durchlässigen) Gittern verschwinden musste. Die CSU hat die millionenschwere Steuerverluste beim Kauf der Pleitebank „Hypo-Alpe-Adria“ zu verantworten und etliche ihrer im Parlament sitzenden Mitglieder haben über Jahre Vetternwirtschaft der dreistesten Sorte betrieben, in dem sie für teures Geld Familienmitglieder in den Büros der Abgeordneten anstellten und teilweise ohne Gegenleistung bezahlten. Naja, und mit der deutschen Sprache haben sie alle zudem auch so ihre deutlich hörbaren Probleme. Nach ihrer eigenen Definition müsste die gesamte Bande also eigentlich ausgewiesen werden – es will nur kein anderes Land diese kriminellen Ausländer aufnehmen. Und diese amoralische Trümmertruppe will also anderen Menschen eine „Leitkultur“ verordnen?
Der zweite Hohlkopf kommt – wenn man so will – genau von der anderen Seite der Extreme. Der sogenannte Konvertit Pierre Vogel. Seines Zeichens Islam-Prediger ... also das, was er darunter versteht (und er versteht nicht viel!). Vogel ist ein deutlich schräger und versucht mit rheinischem Dialekt und platten Sprüchen vor allem junge Männer für den sogenannten Dschihad – dem (angeblich) heiligen Krieg gegen die Ungläubigen – zu gewinnen. Dabei verwurstet er alles, was er zu wissen glaubt zu einem Religionsbrei und erbricht das Ganze in Vorträgen nach Art von Pippi Langstrumpf: „Ich mach mir die Welt, bidibidi, wie sie mir gefällt“
Der Ex-Boxer ist sich dabei nicht zu schade, die Religion, die er zu vertreten glaubt, soweit zu verbiegen („isch erklär ma den Islahhm in dreizisch Säkunden – kannste mitstoppen, Liebschen, wadde ma ...“), dass nichts als Schwachsinn dabei herauskommt. „Entwedda du glaubst dat alles, wat isch dir verzäll, dann kommste in de Paradies, odda du gläubst et nich, dann jeht et ab in de Höll“. Seine ganze „Wahrheit“ dreht sich also nur um das Lebensendergebnis, entweder für immer (und das ist ein verdammt langer Zeitraum) mit Nichtstun in einem wie auch immer gearteten Paradies zu veröden, oder für alle Zeiten (auch das ist sehr, sehr lange) in der Hölle Qualen zu erleiden – wahrscheinlich muss man sich da Vogels Reden in einer Endlosschleife anhören, oder so ähnlich.
Das Problem dabei ist, dass diese pseudoreligiöse Presswurst auch noch begeisterte Zuhörer findet. Vor allem aus dem Milieu der jungen Leute mit Migrationshintergrund aber ohne Perspektive, die jahrelang glaubten, sie werden nach der Schulzeit eine Ausbildung zum erfolgreichen Gangsta-Rapper oder Drogendealer finden. Leider ist das nicht eingetroffen, da kommt der dicke Deutsche mit seiner einfach zusammengestrickten Islam-Definition gerade recht.
Beides – sowohl die Seehofers, als auch die Vogels dieses Landes – brauchen wir meiner Meinung nach so sehr, wie eine weitere Casting-Show für künftige Kurzzeit-Stars im Fernsehen ... nämlich üüüüübeeeeerhaaaauuuuptnicht! Politische und religiöse Scharfmacher sind das Grundübel eines gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Aber wir müssen in diesem Land friedlich zusammenleben, wir haben nämlich keine andere Wahl – außer wir wollen Hass, Menschenverachtung und daraus entstehendes Chaos zu unserem Lebensstil machen. Da mache ich als Meckerator dann aber nicht mit.
Bringen wir also all die Hohlköpfe in diesem Land, von denen Seehofer und Vogel nur Beispiele sind, im neuen Jahr zum Schweigen ... vielleicht dadurch, dass wir sie einfach ignorieren und ihnen nicht mehr zuhören.
Der Meckerator wünscht ein frohes neues Jahr!
lieben Sie Jahresrückblicke auch so sehr, wie ich? Wenn man auf das nun vergangene 2015 zurückschaut, dann kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass es ein Jahr der Extreme und vor allem leider auch der Extremisten gewesen ist. Extremismus – das weiß man ja – ist die Abwesenheit von menschlicher Vernunft und Humanismus. Und dieser Extremismus existiert in verschiednen Formen und Abstufungen und macht uns als Gesellschaft oft genug das Leben schwerer, als es eigentlich notwendig wäre.
Es wird also wieder Zeit, dass der Meckerator zubeißt und sich die Extremisten vornimmt. Ich möchte das stellvertretend an zwei ausgesuchten Exemplaren tun, die nicht irgendwo im nahen Osten als Terrororganisation ihr Unwesen treiben, sondern hierzulande leben und mehr oder weniger im öffentlichen Leben verankert sind. Zwei Hohlköpfe, auf die ich als Freizeit-Drummer guten Gewissens einschlagen kann, weil das immer so schöne Töne erzeugt. Doch hören Sie selbst:
Der eine ist Horst Seehofer, seines Zeichens Ministerpräsident Bayerns und Vorsitzender der politischen Randgruppe CSU. Unter seiner Verantwortung zeichnet sich diese Partei in der letzten Zeit wieder vermehrt durch eben extrem rechte und deshalb undemokratische Forderungen in Bezug auf die Asylpolitik aus. „Nur wer einen gültigen Ausweis hat, darf noch in dieses Land hinein“ und „ohne Deutschkurse weniger Sozialleistungen für die Asylbewerber“. Solche und ähnliche Äußerungen – vom bajuwarischen Trachtenmullah ausgereiert – speisen die Schlagzeilen der Presse. Überhaupt gilt ja noch immer in der CSU: „Wer betrügt, der fliegt“ und „wer sich nicht der deutschen Leitkultur unterwirft, der hat hier nichts zu suchen“. Ich weiß wirklich nicht, weshalb sich diese lokale, von jeglichem Sachverstand unabhängige Splittergruppe, die noch nicht einmal von fünf Prozent der wahlberechtigten Deutschen gewählt wird, ständig in die Bundespolitik einmischt. Der Südschleswigsche Wählerverband der dänischen Minderheit stellt sich doch auch nicht so an.
Doch betrachten wir diese Partei und ihre Führung für einen Augenblick mal unter der Lupe der jüngsten Geschichte. Die CSU war in den vergangenen fünf Jahren verstrickt in die undurchsichtigen Steuertricksereien ihrer Hauptklientel, bei denen Uli Hoeneß als Bauernopfer hinter (für ihn sehr durchlässigen) Gittern verschwinden musste. Die CSU hat die millionenschwere Steuerverluste beim Kauf der Pleitebank „Hypo-Alpe-Adria“ zu verantworten und etliche ihrer im Parlament sitzenden Mitglieder haben über Jahre Vetternwirtschaft der dreistesten Sorte betrieben, in dem sie für teures Geld Familienmitglieder in den Büros der Abgeordneten anstellten und teilweise ohne Gegenleistung bezahlten. Naja, und mit der deutschen Sprache haben sie alle zudem auch so ihre deutlich hörbaren Probleme. Nach ihrer eigenen Definition müsste die gesamte Bande also eigentlich ausgewiesen werden – es will nur kein anderes Land diese kriminellen Ausländer aufnehmen. Und diese amoralische Trümmertruppe will also anderen Menschen eine „Leitkultur“ verordnen?
Der zweite Hohlkopf kommt – wenn man so will – genau von der anderen Seite der Extreme. Der sogenannte Konvertit Pierre Vogel. Seines Zeichens Islam-Prediger ... also das, was er darunter versteht (und er versteht nicht viel!). Vogel ist ein deutlich schräger und versucht mit rheinischem Dialekt und platten Sprüchen vor allem junge Männer für den sogenannten Dschihad – dem (angeblich) heiligen Krieg gegen die Ungläubigen – zu gewinnen. Dabei verwurstet er alles, was er zu wissen glaubt zu einem Religionsbrei und erbricht das Ganze in Vorträgen nach Art von Pippi Langstrumpf: „Ich mach mir die Welt, bidibidi, wie sie mir gefällt“
Der Ex-Boxer ist sich dabei nicht zu schade, die Religion, die er zu vertreten glaubt, soweit zu verbiegen („isch erklär ma den Islahhm in dreizisch Säkunden – kannste mitstoppen, Liebschen, wadde ma ...“), dass nichts als Schwachsinn dabei herauskommt. „Entwedda du glaubst dat alles, wat isch dir verzäll, dann kommste in de Paradies, odda du gläubst et nich, dann jeht et ab in de Höll“. Seine ganze „Wahrheit“ dreht sich also nur um das Lebensendergebnis, entweder für immer (und das ist ein verdammt langer Zeitraum) mit Nichtstun in einem wie auch immer gearteten Paradies zu veröden, oder für alle Zeiten (auch das ist sehr, sehr lange) in der Hölle Qualen zu erleiden – wahrscheinlich muss man sich da Vogels Reden in einer Endlosschleife anhören, oder so ähnlich.
Das Problem dabei ist, dass diese pseudoreligiöse Presswurst auch noch begeisterte Zuhörer findet. Vor allem aus dem Milieu der jungen Leute mit Migrationshintergrund aber ohne Perspektive, die jahrelang glaubten, sie werden nach der Schulzeit eine Ausbildung zum erfolgreichen Gangsta-Rapper oder Drogendealer finden. Leider ist das nicht eingetroffen, da kommt der dicke Deutsche mit seiner einfach zusammengestrickten Islam-Definition gerade recht.
Beides – sowohl die Seehofers, als auch die Vogels dieses Landes – brauchen wir meiner Meinung nach so sehr, wie eine weitere Casting-Show für künftige Kurzzeit-Stars im Fernsehen ... nämlich üüüüübeeeeerhaaaauuuuptnicht! Politische und religiöse Scharfmacher sind das Grundübel eines gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Aber wir müssen in diesem Land friedlich zusammenleben, wir haben nämlich keine andere Wahl – außer wir wollen Hass, Menschenverachtung und daraus entstehendes Chaos zu unserem Lebensstil machen. Da mache ich als Meckerator dann aber nicht mit.
Bringen wir also all die Hohlköpfe in diesem Land, von denen Seehofer und Vogel nur Beispiele sind, im neuen Jahr zum Schweigen ... vielleicht dadurch, dass wir sie einfach ignorieren und ihnen nicht mehr zuhören.
Der Meckerator wünscht ein frohes neues Jahr!
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Film ab!
Liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie, aus welchem Stoff die Träume sind? Richtig, aus Zelluloid, auf dem sie für gewöhnlich in Hollywood gebannt sind. In der Regel schafft die amerikanische Traumfabrik es auch, das Publikum in den Bann zu ziehen. Manchmal geht es aber auch vollkommen daneben … derartige Filme erhalten dann nicht den Oskar sondern die „Goldene Himbeere“.
Und schon jetzt empfiehlt sich ein Film für diese Himbeere, den der Schauspieler Leonardo DiCaprio – Sie wissen schon, der Schmachtbolzen, der in „Titanic“ eine halbe Stunde lang im eiskalten Wasser untergeht – zu drehen gedenkt. Worum geht es in dem angedachten Werk? Na um den Abgasskandal von Volkswagen, dessen Geschichte sich DiCaprio sichern möchte, weil das offenbar ein Jahrhundertereignis ist. Da wie gesagt das Drehbuch noch nicht einmal geschrieben wurde, möchte ich als Meckerator mal einige Vorschläge dazu machen, damit unsere amerikanischen und moralisch unantastbaren Freunde auch wirklich ins rechte Licht gerückt werden und der Heldenmythos nicht stirbt.
Zunächst sind die Besetzung und die Dramaturgie zu klären. Als verantwortlicher Vorstandsvorsitzender wird wohl DiCaprio himself den Mann spielen, den wir hier mal Herrn Sommermais nennen wollen. Es soll aber kein öde-langweiliger Wirtschaftskrimischinken werden, sondern etwas mit Power und Aktion, so wie wir es gewohnt sind von den Amis. Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone spielen die knallharten, die amerikanischen Bäume und die Tiere und die Luft und überhaupt alles amerikanische liebenden Cops von der Umweltbehörde, welche die finsteren Machenschaften des bösen VW-Syndikates bekämpfen.
Ihnen hilfreich zur Hand gehen die reanimierten und per Maske um 70 Jahre verjüngten Dustin Hoffmann und Robert Redford als investigative Reporter und zwar original mit Cordsakko und Lederflicken an den Ellenbogen, mit denen sie sich auf mit Akten über eine gewisse Betrugssoftware vollgeräumte Schreibtische lehnen und stundenlang und dauerrauchend Recherche betreiben.
Hinter dem mehr oder weniger ahnungslosen und die Katastrophe nur langsam erkennenden Vorstandsvorsitzenden steht (oder sitzt im Halbdunkel) Al Pacino als Aufsichtsratsvorsitzender, nennen wir ihn ruhig Ferdio – Der Pate – Piechorelli oder so ähnlich. Finster zieht er seine Fäden und distanziert sich schließlich später öffentlich von seinem Ziehsohn, geht dann ins Kloster und wird unantastbarer Heiliger.
Um noch etwas Action mit dabeizuhaben, rennt Bruce Willis als Betriebsrat Bernie Pfingstenhigh mit nackten Füßen durch die Glassplitter von Industriekatakomben, schießt auf verbrecherische Manager und Ingenieure und ruft dabei immer „Yippiei yeh, Schweinebacke“. Sein Endgegner wird jedoch ein selbsternannter Autoexperte der Uni Duisburg-Essen, der in Wahrheit ein verrückter Professor ist und die Weltherrschaft oder zumindest die ständige Pressepräsenz anstrebt – aufgrund dafür mangelnder Schauspieler wird diese Figur von einem computeranimierten Legomännchen gespielt.
Deutsche Schauspieler sollten natürlich auch noch dabei sein – wegen der authentischen Atmosphäre und so. Aus diesem Grund empfehle ich, Heiner Lauterbach als Dieselmotor und Veronika Ferres als betrügerische Software zu besetzen. Alsdann kann es losgehen, mit dem filmischen Kunstwerk über ein dermaßen spannendes Thema, das so lange von den Amerikanern geritten wird, bis endlich alle Welt genauso umweltfreundlich wird, wie die USA.
Der Meckerator meint: Film ab(scheulich)
Herzlichst
Ihr Meckerator
wissen Sie, aus welchem Stoff die Träume sind? Richtig, aus Zelluloid, auf dem sie für gewöhnlich in Hollywood gebannt sind. In der Regel schafft die amerikanische Traumfabrik es auch, das Publikum in den Bann zu ziehen. Manchmal geht es aber auch vollkommen daneben … derartige Filme erhalten dann nicht den Oskar sondern die „Goldene Himbeere“.
Und schon jetzt empfiehlt sich ein Film für diese Himbeere, den der Schauspieler Leonardo DiCaprio – Sie wissen schon, der Schmachtbolzen, der in „Titanic“ eine halbe Stunde lang im eiskalten Wasser untergeht – zu drehen gedenkt. Worum geht es in dem angedachten Werk? Na um den Abgasskandal von Volkswagen, dessen Geschichte sich DiCaprio sichern möchte, weil das offenbar ein Jahrhundertereignis ist. Da wie gesagt das Drehbuch noch nicht einmal geschrieben wurde, möchte ich als Meckerator mal einige Vorschläge dazu machen, damit unsere amerikanischen und moralisch unantastbaren Freunde auch wirklich ins rechte Licht gerückt werden und der Heldenmythos nicht stirbt.
Zunächst sind die Besetzung und die Dramaturgie zu klären. Als verantwortlicher Vorstandsvorsitzender wird wohl DiCaprio himself den Mann spielen, den wir hier mal Herrn Sommermais nennen wollen. Es soll aber kein öde-langweiliger Wirtschaftskrimischinken werden, sondern etwas mit Power und Aktion, so wie wir es gewohnt sind von den Amis. Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone spielen die knallharten, die amerikanischen Bäume und die Tiere und die Luft und überhaupt alles amerikanische liebenden Cops von der Umweltbehörde, welche die finsteren Machenschaften des bösen VW-Syndikates bekämpfen.
Ihnen hilfreich zur Hand gehen die reanimierten und per Maske um 70 Jahre verjüngten Dustin Hoffmann und Robert Redford als investigative Reporter und zwar original mit Cordsakko und Lederflicken an den Ellenbogen, mit denen sie sich auf mit Akten über eine gewisse Betrugssoftware vollgeräumte Schreibtische lehnen und stundenlang und dauerrauchend Recherche betreiben.
Hinter dem mehr oder weniger ahnungslosen und die Katastrophe nur langsam erkennenden Vorstandsvorsitzenden steht (oder sitzt im Halbdunkel) Al Pacino als Aufsichtsratsvorsitzender, nennen wir ihn ruhig Ferdio – Der Pate – Piechorelli oder so ähnlich. Finster zieht er seine Fäden und distanziert sich schließlich später öffentlich von seinem Ziehsohn, geht dann ins Kloster und wird unantastbarer Heiliger.
Um noch etwas Action mit dabeizuhaben, rennt Bruce Willis als Betriebsrat Bernie Pfingstenhigh mit nackten Füßen durch die Glassplitter von Industriekatakomben, schießt auf verbrecherische Manager und Ingenieure und ruft dabei immer „Yippiei yeh, Schweinebacke“. Sein Endgegner wird jedoch ein selbsternannter Autoexperte der Uni Duisburg-Essen, der in Wahrheit ein verrückter Professor ist und die Weltherrschaft oder zumindest die ständige Pressepräsenz anstrebt – aufgrund dafür mangelnder Schauspieler wird diese Figur von einem computeranimierten Legomännchen gespielt.
Deutsche Schauspieler sollten natürlich auch noch dabei sein – wegen der authentischen Atmosphäre und so. Aus diesem Grund empfehle ich, Heiner Lauterbach als Dieselmotor und Veronika Ferres als betrügerische Software zu besetzen. Alsdann kann es losgehen, mit dem filmischen Kunstwerk über ein dermaßen spannendes Thema, das so lange von den Amerikanern geritten wird, bis endlich alle Welt genauso umweltfreundlich wird, wie die USA.
Der Meckerator meint: Film ab(scheulich)
Herzlichst
Ihr Meckerator
Samstag, 12. September 2015
Bitte rechts unfreundlich ...
Liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie, was ich als Meckerator niemals gedacht hätte? Dass ich Mutti Angela Merkel tatsächlich mal für eine ihrer Entscheidungen verteidigen, ja sogar in Schutz nehmen müsste. Nämlich für die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn hierher kommen zu lassen, wofür sie jetzt ausgerechnet von der sogenannten Schwesterpartei, der CSU massiv kritisiert wird.
Ex Innenminister Peter Friedrich tönt in der Presse, dass dies der größte Fehler gewesen sei, den die Bundesregierung jemals gemacht hätte. Da kann ich nur entgegenhalten: Der größte Fehler, du rechtsdrehender Weißwurst-Terminator war, dir hauptamtlicher Flachzange ein Ministeramt in dieser Bundesregierung zu geben.
Sein CSU-Herrchen Hotte Seehofer, die politskandalgeschwängerte bayrische Hofschranze von Stoibers Ungnaden faselt im Zusammenhang mit der Ankunft von Flüchtlingen darüber, dass der „Stöpsel sehr lange nicht mehr auf die Flasche“ zu bekommen sei. Da kann man nur anmerken, dass hier jemand über Flaschen referiert, der sich damit ganz genau auszukennen scheint, gehört er doch zur selbigen Gattung. Der Mann ist in keiner Weise integrationsfähig, in viele kriminelle Machenschaften verwickelt und spricht schlecht deutsch. Nach der Definition von seinesgleichen müsste Seehofer eigentlich sofort aus Deutschland ausgewiesen werden.
Doch wen lädt er sogleich noch zu einem Fachgespräch der politischen Vollpfosten zu sich nach Bayern ein? Richtig: Viktor Orban, den nationalistischen Vorgartenzwerg mit Stacheldrahtfetisch aus Ungarn, der seit Wochen mit seiner geifernden Hetze gegen die Flüchtlinge und gegen Minderheiten in seinem eigenen Land Schlagzeilen macht.
Wie darf man sich so ein Treffen wohl vorstellen? Zu blutigem Steak mit tiefbrauner Sauce wird ein 1933er Nostalgietrollinger gereicht. Anschließend liest man ein paar Kapitel aus Onkel Adolfs Bestseller „Mein Kampf“, um dann die politischen Gemeinsamkeiten festzustellen und eine Strategie zu verabreden, wie man sich noch deutlicher zum politischen Arschloch macht, oder was?
Und ausgerechnet diese leuchtenden Vorbilder der Demokratie kritisieren die derzeitige Flüchtlingspolitik und damit auch all die vielen Leute, die sich ehrenamtlich und unter vielen persönlichen Aufopferungen engagieren, um den Geflohenen ein wenig Menschlichkeit zurückzubringen.
Dazu möchte ich einen feinen und dezenten Ausspruch an die Herrschaften Seehofer und Konsorten – aber auch an all die anderen „besorgten Bürger“ und „Asylkritiker“ richten: Haltet endlich eure Fressen, ihr enthumanisierten und degenerierten Volksverhetzer. Verkriecht euch in eure Löcher und lasst euch nicht mehr blicken, bis die Menschen, die sich nicht in ihrem selbstzerfressenden Hass suhlen, vielleicht eine Lösung für all die Probleme gefunden haben. Bis dahin könnt ihr euch ja gern weiterhin darüber austauschen, wie man sich gegenseitig noch weiter rechts überholen könnte ... aber bitte macht das in euren eigenen vier Wänden und belästigt uns nicht mit eurem kranken Geseier!
Herzlichst
Ihr Meckerator
wissen Sie, was ich als Meckerator niemals gedacht hätte? Dass ich Mutti Angela Merkel tatsächlich mal für eine ihrer Entscheidungen verteidigen, ja sogar in Schutz nehmen müsste. Nämlich für die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn hierher kommen zu lassen, wofür sie jetzt ausgerechnet von der sogenannten Schwesterpartei, der CSU massiv kritisiert wird.
Ex Innenminister Peter Friedrich tönt in der Presse, dass dies der größte Fehler gewesen sei, den die Bundesregierung jemals gemacht hätte. Da kann ich nur entgegenhalten: Der größte Fehler, du rechtsdrehender Weißwurst-Terminator war, dir hauptamtlicher Flachzange ein Ministeramt in dieser Bundesregierung zu geben.
Sein CSU-Herrchen Hotte Seehofer, die politskandalgeschwängerte bayrische Hofschranze von Stoibers Ungnaden faselt im Zusammenhang mit der Ankunft von Flüchtlingen darüber, dass der „Stöpsel sehr lange nicht mehr auf die Flasche“ zu bekommen sei. Da kann man nur anmerken, dass hier jemand über Flaschen referiert, der sich damit ganz genau auszukennen scheint, gehört er doch zur selbigen Gattung. Der Mann ist in keiner Weise integrationsfähig, in viele kriminelle Machenschaften verwickelt und spricht schlecht deutsch. Nach der Definition von seinesgleichen müsste Seehofer eigentlich sofort aus Deutschland ausgewiesen werden.
Doch wen lädt er sogleich noch zu einem Fachgespräch der politischen Vollpfosten zu sich nach Bayern ein? Richtig: Viktor Orban, den nationalistischen Vorgartenzwerg mit Stacheldrahtfetisch aus Ungarn, der seit Wochen mit seiner geifernden Hetze gegen die Flüchtlinge und gegen Minderheiten in seinem eigenen Land Schlagzeilen macht.
Wie darf man sich so ein Treffen wohl vorstellen? Zu blutigem Steak mit tiefbrauner Sauce wird ein 1933er Nostalgietrollinger gereicht. Anschließend liest man ein paar Kapitel aus Onkel Adolfs Bestseller „Mein Kampf“, um dann die politischen Gemeinsamkeiten festzustellen und eine Strategie zu verabreden, wie man sich noch deutlicher zum politischen Arschloch macht, oder was?
Und ausgerechnet diese leuchtenden Vorbilder der Demokratie kritisieren die derzeitige Flüchtlingspolitik und damit auch all die vielen Leute, die sich ehrenamtlich und unter vielen persönlichen Aufopferungen engagieren, um den Geflohenen ein wenig Menschlichkeit zurückzubringen.
Dazu möchte ich einen feinen und dezenten Ausspruch an die Herrschaften Seehofer und Konsorten – aber auch an all die anderen „besorgten Bürger“ und „Asylkritiker“ richten: Haltet endlich eure Fressen, ihr enthumanisierten und degenerierten Volksverhetzer. Verkriecht euch in eure Löcher und lasst euch nicht mehr blicken, bis die Menschen, die sich nicht in ihrem selbstzerfressenden Hass suhlen, vielleicht eine Lösung für all die Probleme gefunden haben. Bis dahin könnt ihr euch ja gern weiterhin darüber austauschen, wie man sich gegenseitig noch weiter rechts überholen könnte ... aber bitte macht das in euren eigenen vier Wänden und belästigt uns nicht mit eurem kranken Geseier!
Herzlichst
Ihr Meckerator
Donnerstag, 13. August 2015
Krieg den Palästen
Liebe Leserinnen und Leser,
wissen Sie eigentlich, was richtige Eigenverantwortung bedeutet? Das konnte man jüngst wieder in der Tageszeitung nachlesen, vielleicht haben Sie es selbst auch gelesen. Es gab nämlich im Unterhaltungsteil einen Artikel über einen Mann, der in einem selbstgebauten Wohnwagen von nur rund 1,5 m2 lebt, den er mit dem Fahrrad ziehen kann und somit nicht unter der Brücke pennen muss.
Besagter Mensch ist nämlich durch eine Erkrankung arbeitslos und dann durch die hohen Schulden letztlich in seine jetzige Lage geraten, die er aber wie zu lesen ist, mit Würde erträgt. Derzeit übernachtet er auf einem Firmenparkplatz, den er morgens sauber hält, dafür darf er dort bleiben. Und von dem Pfand von ihm gesammelter Flaschen lebt er und zahlt zudem seine Schulden zurück.
Was will uns ein solcher Artikel am Ende sagen, liebe Leserinnen und Leser? Endlich ein Armer, der weiß, wo er in der Hierarchie der Gesellschaft hingehört? Schaut mal, man kann auch toll arm und dabei noch nützlich sein? Wären doch alle Bedürftigen soweit, wie dieser Vorzeige-Obdachlose, dann könnte man sie alle in 1,5m2 auf Firmenparkplätze unterbringen, die sie reinigen ... bis sie es halt aus Altersgründen nicht mehr können. Und dann? Na, dann müssen sie eben zusehen, wo sie noch bleiben können. Vielleicht schaffen wir dann an den Rändern der Städte entsprechende Armen-Camping-Endlebensplätze mit anschließenden Friedhöfen. Eine kleine Nutzungsgebühr aus dem gesammelten Flaschenpfand und schon rechnet sich das auch noch für die Kommunen. Und die eingesparten Sozialkosten können dann auch gleich direkt nach oben umverteilt werden, die wissen dort ohnehin besser mit Geld umzugehen.
So oder ähnlich hat man sich wohl vorzustellen, wenn man derartige Artikel mit lobenden Unterton serviert bekommt. Wie viel Menschenverachtung darf man sich eigentlich als Journalist erlauben, bis einen der Blitz mal beim Scheißen trifft? Hallo! Das ist ein Mensch, der unverschuldet erkrankt und verarmt ist. Da ist es verdammt noch mal Aufgabe der Gesellschaft, so jemanden zu stützen und aufzufangen. Das nannte sich früher mal Sozialstaat, ist aber offensichtlich nicht mehr modern, wie es aussieht. Gut, dann können wir das mit der Gesellschaft auch gleich sein lassen und wieder das Gesetz des Dschungels gelten lassen, wo nur die Starken überleben. Aber dann, liebe Fans der Eigenverantwortung und des Sozialabbaus, dann könntet ihr euch auf etwas gefasst machen. Dann bräuchtet ihr viel Geld für eure Privatarmeen und hohen Zäune. Dann hieße es nämlich: Krieg den Palästen!
Herzlichst
Ihr kriegerischer Meckerator
wissen Sie eigentlich, was richtige Eigenverantwortung bedeutet? Das konnte man jüngst wieder in der Tageszeitung nachlesen, vielleicht haben Sie es selbst auch gelesen. Es gab nämlich im Unterhaltungsteil einen Artikel über einen Mann, der in einem selbstgebauten Wohnwagen von nur rund 1,5 m2 lebt, den er mit dem Fahrrad ziehen kann und somit nicht unter der Brücke pennen muss.
Besagter Mensch ist nämlich durch eine Erkrankung arbeitslos und dann durch die hohen Schulden letztlich in seine jetzige Lage geraten, die er aber wie zu lesen ist, mit Würde erträgt. Derzeit übernachtet er auf einem Firmenparkplatz, den er morgens sauber hält, dafür darf er dort bleiben. Und von dem Pfand von ihm gesammelter Flaschen lebt er und zahlt zudem seine Schulden zurück.
Was will uns ein solcher Artikel am Ende sagen, liebe Leserinnen und Leser? Endlich ein Armer, der weiß, wo er in der Hierarchie der Gesellschaft hingehört? Schaut mal, man kann auch toll arm und dabei noch nützlich sein? Wären doch alle Bedürftigen soweit, wie dieser Vorzeige-Obdachlose, dann könnte man sie alle in 1,5m2 auf Firmenparkplätze unterbringen, die sie reinigen ... bis sie es halt aus Altersgründen nicht mehr können. Und dann? Na, dann müssen sie eben zusehen, wo sie noch bleiben können. Vielleicht schaffen wir dann an den Rändern der Städte entsprechende Armen-Camping-Endlebensplätze mit anschließenden Friedhöfen. Eine kleine Nutzungsgebühr aus dem gesammelten Flaschenpfand und schon rechnet sich das auch noch für die Kommunen. Und die eingesparten Sozialkosten können dann auch gleich direkt nach oben umverteilt werden, die wissen dort ohnehin besser mit Geld umzugehen.
So oder ähnlich hat man sich wohl vorzustellen, wenn man derartige Artikel mit lobenden Unterton serviert bekommt. Wie viel Menschenverachtung darf man sich eigentlich als Journalist erlauben, bis einen der Blitz mal beim Scheißen trifft? Hallo! Das ist ein Mensch, der unverschuldet erkrankt und verarmt ist. Da ist es verdammt noch mal Aufgabe der Gesellschaft, so jemanden zu stützen und aufzufangen. Das nannte sich früher mal Sozialstaat, ist aber offensichtlich nicht mehr modern, wie es aussieht. Gut, dann können wir das mit der Gesellschaft auch gleich sein lassen und wieder das Gesetz des Dschungels gelten lassen, wo nur die Starken überleben. Aber dann, liebe Fans der Eigenverantwortung und des Sozialabbaus, dann könntet ihr euch auf etwas gefasst machen. Dann bräuchtet ihr viel Geld für eure Privatarmeen und hohen Zäune. Dann hieße es nämlich: Krieg den Palästen!
Herzlichst
Ihr kriegerischer Meckerator
Freitag, 26. Juni 2015
God shave the Queen
Liebe Leserinnen und Leser,
sind Sie auch royalistisch veranlagt? Ja? Dann haben sie dieser Tage ja mächtig viel Grund zum Staunen und Freuen, denn schließlich besucht Her Majesty die Queen persönlich dieses Land. Das Ganze wird zum Staatsbesuch hochstilisiert, bei dem unser Bundesgrüßonkel Jockel Gauck die alte Sch ..., die Dame durch die Republik begleitet. Mir fällt dabei ein schöner Titel von den Sex Pistols ein: „God save the Queen, her fashist Regime ...“
Jetzt kann man natürlich unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob eine aufgeklärte und moderne Gesellschaft noch monarchische Blutsauger mit schwerem Hang zur Dauervermehrung und somit kostenintensiven Griffen in die jeweiligen Steuersäckel der Länder benötigt. Davon gibt es in Europa erstaunlich viele (und irgendwie sehen die alle gleich aus, ich weiß nicht).
Sei es, wie es wolle. Was mich am meisten bei der inzwischen täglichen Berichterstattung des Besuches der mit Juwelen behangenen Wachsfigur aus dem vorvorletzten Jahrhundert erstaunt ist die Tatsache, dass besagte Presse sich oft auf einen Journalisten beruft, der als „Adelsexperte“ bezeichnet und offenbar vollkommen ernst damit genommen wird. Adelsexperte, liebe Leserinnen und Leser. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass es solche höchstwichtigen Ämter in den Reihen der professionellen Schreiberlinge gibt. Wie muss man sich die Ausbildung zu so einem Expertentum vorstellen? Muss er sämtliche Namen der Herrscher Britanniens von Artus an bis zu Elisabeth hin kennen? Ist er gar bei jeder Zeugung und Geburt eines weiteren Thronfolgers live dabei und muss er die engen Verwandtschaftsgrade der europäischen Inzucht-High-Society auswendig aufsagen können?
Wir werden dieses bestgehütete Geheimnis wohl nie erfahren – genau so wenig wie den Beweggrund einiger Zeitgenossen, sich für diesen royalistischen Mummenschanz zu begeistern und sich zu wünschen, wir hätten so etwas auch in Deutschland wieder. Mutti ist meiner Meinung nach schon als Kanzlerin schlimm genug. Wir brauchen die nicht auch noch mit Krone und Hermelinmantel. Ich bin auf jeden Fall froh, wenn Elli die zwote sich wieder auf ihr Schloss oder in den Palast zurückbegibt und wir wieder die üblichen anderen Ablenkungstrivialitäten der Medien über uns ergehen lassen dürfen.
Der Meckerator meint: God shave the Queen … und zwar gründlich!
Herzlichst
Ihr Meckerator
sind Sie auch royalistisch veranlagt? Ja? Dann haben sie dieser Tage ja mächtig viel Grund zum Staunen und Freuen, denn schließlich besucht Her Majesty die Queen persönlich dieses Land. Das Ganze wird zum Staatsbesuch hochstilisiert, bei dem unser Bundesgrüßonkel Jockel Gauck die alte Sch ..., die Dame durch die Republik begleitet. Mir fällt dabei ein schöner Titel von den Sex Pistols ein: „God save the Queen, her fashist Regime ...“
Jetzt kann man natürlich unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob eine aufgeklärte und moderne Gesellschaft noch monarchische Blutsauger mit schwerem Hang zur Dauervermehrung und somit kostenintensiven Griffen in die jeweiligen Steuersäckel der Länder benötigt. Davon gibt es in Europa erstaunlich viele (und irgendwie sehen die alle gleich aus, ich weiß nicht).
Sei es, wie es wolle. Was mich am meisten bei der inzwischen täglichen Berichterstattung des Besuches der mit Juwelen behangenen Wachsfigur aus dem vorvorletzten Jahrhundert erstaunt ist die Tatsache, dass besagte Presse sich oft auf einen Journalisten beruft, der als „Adelsexperte“ bezeichnet und offenbar vollkommen ernst damit genommen wird. Adelsexperte, liebe Leserinnen und Leser. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass es solche höchstwichtigen Ämter in den Reihen der professionellen Schreiberlinge gibt. Wie muss man sich die Ausbildung zu so einem Expertentum vorstellen? Muss er sämtliche Namen der Herrscher Britanniens von Artus an bis zu Elisabeth hin kennen? Ist er gar bei jeder Zeugung und Geburt eines weiteren Thronfolgers live dabei und muss er die engen Verwandtschaftsgrade der europäischen Inzucht-High-Society auswendig aufsagen können?
Wir werden dieses bestgehütete Geheimnis wohl nie erfahren – genau so wenig wie den Beweggrund einiger Zeitgenossen, sich für diesen royalistischen Mummenschanz zu begeistern und sich zu wünschen, wir hätten so etwas auch in Deutschland wieder. Mutti ist meiner Meinung nach schon als Kanzlerin schlimm genug. Wir brauchen die nicht auch noch mit Krone und Hermelinmantel. Ich bin auf jeden Fall froh, wenn Elli die zwote sich wieder auf ihr Schloss oder in den Palast zurückbegibt und wir wieder die üblichen anderen Ablenkungstrivialitäten der Medien über uns ergehen lassen dürfen.
Der Meckerator meint: God shave the Queen … und zwar gründlich!
Herzlichst
Ihr Meckerator
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