Liebe Leserinnen und Leser,
können Sie sich noch an den Begriff krakeelen erinnern?
Das hat man uns früher immer als Kinder vorgehalten, wenn wir zu laut waren
oder uns stritten – wir sollten aufhören zu krakeelen.
So etwas könnte man derzeit auch der SPD zurufen, die mal
wieder dabei ist, sich öffentlich selbst zu zerlegen. Es geht natürlich um die
Frage, wer denn als Kanzlerkandidat den Zug voll vor die … äääähhhh, natürlich wer
die Partei zum strahlenden Sieg bei der Bundestagswahl in knapp drei Monaten
führen wird. Derzeit meldet sich gefühlt jedes SPD-Mitglied lautstark mit
seiner Meinung zu Wort, dass es nur so eine Freude ist, diesem Schauspiel
zuzuschauen. Wo ist eigentlich mein Popcorn?
Eigentlich soll die Kanzlerschaft ja nach dem Willen der meisten
Parteioberen Olaf Scholz, der Schlumpfgrinser aus Hamburg für weitere vier
Jahre übernehmen. War ja auch bisher sehr erfolgreich, der putzige Cum-Ex-Fetischist
mit den gelegentlichen Gedächtnisaussetzern, wenn es um Treffen mit bestimmten kriminellen
Bänkern geht. Gut, der Mann hat versucht, eine Koalition mit der FDP zu leiten
– ebenso kannst du probieren, einen tibetischen Yak-Hirten unter den Tisch zu
saufen. Das funktioniert halt nicht.
Auf der anderen Seite der öffentlich ausgetragenen
Schlammschlacht steht seine äußerste Beliebtheit, Boris der I. Pistorius, der
seit Monaten die Bravo-Hitliste der Politiker in den Umfragen anführt und so
zum feuchten Traum aller Sozis geworden ist, die tatsächlich noch an einen
Wahlsieg glauben. Der knuddelige kleine Verteidigungsfuzzi mit der leuchtenden
Glühweinnase dementiert zwar dauernd so glaubhaft wie ein auf frischer Tat ertappter
Einbrecher, aber noch sind die Messen dazu nicht gesungen.
Jetzt hat der Meckerator auch seine persönliche Meinung
zu den Erfolgsaussichten der beiden Kandidaten, aber damit hält er sich zurück,
denn es hat 1. keine Relevanz und 2. ist es scheinbar sinnlos, der SPD einen guten
Rat zu geben. Der würde nämlich so lauten, dass man solche Diskussionen
zunächst intern mit allen Beteiligten führt und dann möglichst eine gemeinsame
Position nach außen zu tragen. Dabei können natürlich gern auch die Fetzen
fliegen – aber wie gesagt, intern statt den potenziellen Wählerinnen und
Wählern tausend Gründe zu geben, eben nicht diese zerstrittene Partei zu
wählen.
Fazit: wenn du Sozialdemokrat bist und so richtig auf
fiese Opposition stehst, tritt am besten in die SPD ein.
Herzlichst
Ihr Meckerator

